salz ist wahrscheinlich seit jeher das erste mineral, das der mensch bewusst als nahrungsergänzungsmittel verwendet.

die verbindung des menschen mit salz ist seit 2.700 v. chr. in china dokumentiert. römische soldaten erhielten salzrationen, die als „salarium argentum“ bekannt sind. die bedeutung von „sal“ hielt an, und das „weiße gold“, wie es genannt wurde, war unter anderem ursache für kriege und konflikte.

in tavira befindet sich eine von experten als beispielhaft genannte saline. seit fünf generationen gehört sie derselben familie und ist somit ein fester bestandteil in der welt des meersalzes.

die arbeit in den salinen beschränkt sich nicht nur auf die salzernte. sie beginnt im april oder mai, abhängig von der wetterlage, mit dem abpumpen des regenwassers, der wartung und säuberung der böden der salzbecken, der zuführungskanäle und der wälle. anschließend müssen die böden trocknen, bevor meerwasser in die vorbecken eingelassen wird. von dort fließt es weiter von becken zu becken, während der salzgehalt durch verdunstung steigt. schließlich gelangt die sole in die kleinen kristallisationsbecken, die talhos genannt werden. dort verdunstet sie weiter, bis der maximale sättigungsgrad erreicht ist und kristallines salz entsteht, das sich am boden absetzt.

das salz wird im august und september von hand mit langen holzrechen geerntet. im herbst wird wieder wasser eingeführt, um die becken vor den unwettern des winters zu schützen, während das salz in den lagerräumen verpackt wird.

zur qualität trägt nicht nur diese aufwendige arbeit bei, sondern auch die lage der salinen. sie befinden sich im naturschutzgebiet der ria formosa, nur 500 meter von der barra de tavira entfernt – direkt am atlantik mit seinem frischen, sauberen wasser.

die produktion ist zudem vollständig traditionell: das salz wird von hand geschöpft, weder gewaschen noch behandelt – so bleiben alle wichtigen mineralien erhalten.

"die gesundheit ist wie das salz, man merkt nur, wenn es fehlt"

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